Am 31. Oktober 2026 pünktlich um 15:00 Uhr trafen in der 1. Kreisklasse Gruppe 2 der SV Asbach-Bad Hersfeld 1928 V und der CdT 1955 Philippsthal aufeinander. Nach exakt zwei Stunden intensiven Ringens an den Tischen stand fest: Die Gastgeber behielten in einer Begegnung auf Augenhöhe mit 6:4 die Oberhand, wobei das Satzverhältnis von 20:20 und das enge Gesamt-Ballverhältnis von 374:350 Punkten die Ausgeglichenheit des Matches unterstreicht.
1. Die Doppel: Auftakt nach Maß und erster Krimi
Die Partie begann mit den Auftaktdoppeln, die sofort den tonangebenden, spannenden Charakter des Nachmittags setzten:
D1 (Baumgarten/Doncev vs. Schuster/Kohlhepp):
Das Asbacher Duo Hans-Jürgen Baumgarten und Toni Doncev fand gegen das eingespielte Gästegespann Herbert Schuster und Peter Kohlhepp kein Mittel. Mit 9:11, 3:11 und 6:11 mussten sie eine glatte 0:3-Niederlage hinnehmen, womit Philippsthal mit 1:0 in Führung ging.
D2 (Hoffmann/Markert vs. Brandau/Romoth):
Weitaus dramatischer verlief das parallele Doppel. Helmut Hoffmann und Jörg Markert lieferten sich mit Sascha Brandau und Ingo Romoth einen echten Fünfsatz-Fight. Nach gewonnenem ersten (13:11) und zweiten Satz (11:8), gaben sie die folgenden Durchgänge ab (5:11, 8:11). Im Entscheidungssatz bewiesen die Asbacher jedoch Nervenstärke und machten mit einem deutlichen 11:4 den 3:2-Satzsieg perfekt – der wichtige 1:1-Ausgleich.
2. Die erste Einzel-Runde: Offener Schlagabtausch
In der ersten Runde der Einzelbegegnungen schenkten sich beide Teams nichts:
Hoffmann gegen Brandau (1-2):
Helmut Hoffmann startete holprig (8:11), drehte dann aber auf (11:4, 11:9), musste nach einem umkämpften vierten Satz (10:12) aber in den fünften Durchgang. Hier ließ er Sascha Brandau beim 11:2 keine Chance (3:2 Sätze, Zwischenstand 2:1 für Asbach).
Markert gegen Schuster (2-1):
Auch Jörg Markert musste über die volle Distanz gehen. Nach gewonnenen Sätzen (11:6, 11:7) folgte ein Einbruch (6:11, 7:11), ehe er im fünften Satz mit 11:7 die Oberhand behielt (3:2 Sätze, Zwischenstand 3:1 für Asbach).
Baumgarten gegen Romoth (3-4):
Hans-Jürgen Baumgarten gestaltete sein Match gegen Ingo Romoth weitaus souveräner. Mit konzentriertem Angriffsspiel siegte er glatt in drei Sätzen (11:4, 11:5, 11:4) und erhöhte auf 4:1.
Doncev gegen Kohlhepp (4-3):
Toni Doncev erwischte gegen Peter Kohlhepp einen schweren Stand. Trotz hartem Kampf in den Sätzen (9:11, 7:11, 7:11) ging das Match mit 0:3 an die Gäste aus Philippsthal, womit der Abstand auf 4:2 verkürzt wurde.
3. Die zweite Einzel-Runde: Philippsthal schlägt zurück
Die Gäste bewiesen Moral und brachten das hintere beziehungsweise vordere Paarkreuz noch einmal gehörig unter Druck:
Hoffmann gegen Schuster (1-1):
Im Duell der Spitzenspieler hatte Herbert Schuster das bessere Ende für sich. Er dominierte die Partie und schlug Helmut Hoffmann klar mit 3:0 (11:7, 11:8, 11:5).
Markert gegen Brandau (2-2):
Ein absolutes Herzschlagfinale lieferten sich Jörg Markert und Sascha Brandau. Nach starkem Start und engem Verlauf ging es in die Verlängerung. Den zweiten Satz verlor Markert unglücklich mit 13:15, holte sich Satz vier in der Verlängerung (12:10), musste sich im Entscheidungssatz jedoch denkbar knapp mit 9:11 geschlagen geben (2:3 Sätze).
Damit war der Vorsprung der Gastgeber komplett aufgezehrt – es stand plötzlich 4:4 Unentschieden.
4. Das große Finale: Asbach behält im Endspurt die Nerven
Beim Stand von 4:4 lief alles auf die letzten beiden Einzel hinaus, in denen die Nervenstränge strapaziert wurden:
Baumgarten gegen Kohlhepp (3-3):
Das Match schien bereits an Philippsthal zu gehen, als Baumgarten die ersten beiden Sätze knapp abgab (6:11, 11:13). Doch der Asbacher zeigte eine famose Aufholjagd, dominierte Satz vier (11:3) und sicherte sich Satz drei (11:7) sowie den engen Entscheidungssatz (11:9) zum furiosen 3:2-Sieg. Damit stand es 5:4 für Asbach.
Doncev gegen Romoth (4-4):
Den Sack endgültig zu machte schließlich Toni Doncev. Gegen Ingo Romoth ließ er nichts anbrennen und fuhr mit 11:4, 11:9 und 11:2 einen ungefährdeten 3:0-Satzsieg ein.
Fazit
Mit dem 6:4-Gesamtsieg (Sätze: 20:20) krönte der SV Asbach-Bad Hersfeld V eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der vor allem die Nervenstärke in den entscheidenden Fünfsatz-Spielen den Ausschlag gab.












